Unter den Namen ICSI ist eine neue Technolgie in den USA auf dem Vormarsch. Bei ICSI (Intracytoplasmic Sperm Injection) handelt es sich um eine Technik der Besamung, die beim Menschen, schon seit mehreren Jahren angewandt wird. Das Prinzip der ICSI liegt darin, daß die Eizelle “gezwungen” wird, sich von nur einem Samenfaden befruchten zu lassen. Dazu wird die Eizelle mit einer dicken Glaskanüle fixiert und eine sehr feine Pipette wird verwendet, um ein Spermium unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle einzuspritzen. Somit wird zur Befruchtung nur ein Spermium gebraucht. Die befruchtete Eizelle wird danach für einige Tage in den Inkubator gelegt und danach einer Leihstute eingesetzt.
In den USA wird diese Technik verwendet um Hengste mit schlechter Samenqualität in der Zucht einzusetzen. Die Kosten für einen solchen Eingriff liegen bei ca. $8.000.
Geplant ist diese Technik um Stuten mit bereits verstorbenen Hengsten zu bedecken. Einige bereits verstorbene Leading Sires der NCHA haben Samen eifrieren lassen. Mit diesen Samen soll in einigen Jahren gedeckt werden, um eine Blutaufrischung in der Zucht vorzunehmen. Das gefrorene Sperma wird hier unter dem Mikroskop und flüssigen Stickstoff zerteilt bis ein geeigentes Spermium aufgetaut werden kann. Damit erreicht man, das das Gefriersperma dieses Hengstes nahezu nie aufgebraucht werden kann.
Für diesen Zweck haben die Besitzer von Boon Bar , Freckles Playboy und Docs Stylish Oak Samen zu Lebzeiten des Hengstes eingefroren. Der Samen dieser Hengste soll in einigen Jahren speziell für diesen Zweck wieder auf den Markt kommen.